Veranstaltungen quer durch Österreich: was sich für ein Wochenende eignet
Ein Blick in den Kalender lohnt sich vor jeder Reise. Häufig liegt am geplanten Wochenende ohnehin etwas an, und das ändert die Planung für Unterkunft und Anreise erheblich.
Wann in Österreich was stattfindet
Dazwischen liegen die Festspiele, die traditionell im Juli und August stattfinden, sowie die Brauchtumstermine im Frühherbst, wenn das Vieh von den Almen kommt.
Grob geteilt hat das Jahr vier Schwerpunkte: die Ballsaison von Jänner bis Feber, die Frühlings- und Stadtfeste ab April, der Festivalsommer von Juni bis September und die Adventzeit ab Ende November.
Kulturprogramm auf hohem Niveau
Einführungsvorträge vor den Vorstellungen sind bei mehreren Häusern kostenlos und helfen beim Einstieg, wenn man ein Stück nicht kennt.
Die Salzburger Festspiele laufen traditionell von Ende Juli bis Ende August und verbinden Oper, Schauspiel und Konzert. Sie prägen das Stadtbild in dieser Zeit spürbar.
Von Vorarlberg bis ins Burgenland
Wien deckt das ganze Jahr ab und hat die größte Dichte an Kulturveranstaltungen. Dafür ist dort fast alles teurer als in den Bundesländern.
Das Burgenland punktet mit Freiluftbühnen und Weinorten. Die Entfernungen sind gering, mehrere Termine an einem Wochenende sind machbar. Einen Ausgangspunkt bietet die Zusammenstellung zu Events in Österreich.
| Wien | Kultur ganzjährig | Donauinselfest, Ballsaison |
| Salzburg | Festspiele, Jazz | Saalfelden |
| Steiermark | Volkskultur, Kulinarik | Aufsteirern in Graz |
| Oberösterreich | Musik und Medienkunst | Ars Electronica, Woodstock der Blasmusik |
Preise realistisch einschätzen
Viele kleinere Veranstaltungen verkaufen gar nicht online, sondern an der Abendkassa. Das ist unkompliziert, setzt aber voraus, dass man rechtzeitig vor Ort ist.
Abendkassen öffnen meist ein bis zwei Stunden vor Beginn. Bei kleineren Veranstaltungen reicht das völlig aus.
- Feste Schuhe für Festwiesen einpacken
- Pfandbecher zurückgeben, das summiert sich
- Treffpunkt vereinbaren, Handyempfang ist unzuverlässig
- Ersatzakku mitnehmen, wenn Tickets digital sind
Was sich mit Kindern lohnt
Almfeste und Brauchtumsveranstaltungen sind für Kinder oft interessanter als für Erwachsene, weil dort Tiere, Handwerk und Musik zusammenkommen.
Gehörschutz für kleinere Kinder ist bei Konzerten kein übertriebener Aufwand. Die Lautstärke bei Open Airs liegt regelmäßig über dem, was als unbedenklich gilt.
Budget für Tickets, Anreise und Unterkunft
Bei Festspielen lohnt der Blick auf günstigere Kategorien. Ein Stehplatz kostet oft einen Bruchteil und bietet je nach Haus eine gute Sicht.
Kostenlose Veranstaltungen sind eine echte Alternative. Stadtfeste, Erntedankfeste und viele Adventmärkte verlangen keinen Eintritt.
Wo sich der zweite Blick lohnt
Wer Freunde oder Verwandte in einer Region hat, erfährt von den interessanteren Terminen ohnehin zuerst. Das ist bis heute die verlässlichste Quelle.
Gemeindezeitungen und Aushänge am Ortsplatz sind dafür nach wie vor die beste Quelle. Vieles davon landet nie im Internet. Weitere Beiträge aus Österreich finden sich dort.
Angebote für Menschen mit Behinderung
Bei Freiluftveranstaltungen auf Wiesen ist die Lage schwieriger. Der Untergrund wird nach Regen schnell unpassierbar, auch wenn eine Rampe vorhanden ist.
Öffentliche Verkehrsmittel sind in den Landeshauptstädten weitgehend barrierefrei, im ländlichen Raum unterscheidet sich das erheblich.
Was mitgenommen werden darf
Große Taschen und Rucksäcke sind bei vielen Veranstaltungen in der Größe beschränkt. Die zulässigen Maße stehen in der Hausordnung auf der Veranstaltungsseite.
Bei Festspielen und Bällen gibt es Kleidervorschriften, die tatsächlich kontrolliert werden. Sie stehen auf der Seite der jeweiligen Veranstaltung.
Weinfeste in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich laufen im Spätsommer und Herbst und sind eine eigene Kategorie für sich.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Bei Veranstaltungen in Tallagen ist die Zufahrt oft einspurig. Eine frühe Anreise erspart lange Staus, besonders bei der Rückfahrt.
Campingplätze bei Festivals sind meist im Ticket inbegriffen oder kosten wenig extra. Die Bedingungen dort unterscheiden sich allerdings erheblich.
Ermäßigungen gibt es häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie werden selten aktiv beworben und stehen meist im Kleingedruckten der Ticketseite.
Adventmärkte und Bälle
Punsch- und Glühweinstände in den Städten haben eigene Öffnungszeiten, die oft schon am frühen Abend beginnen und vor Mitternacht enden.
Der Pfandbecher ist fast überall Standard. Wer ihn zurückgibt, bekommt den Einsatz retour, was bei mehreren Ständen ins Gewicht fällt.
Sportveranstaltungen mit großem Publikum
Eishockey und Handball füllen den Winter abseits des Skisports. Die Hallen sind kleiner, entsprechend leichter kommt man an Karten.
Bei Wintersportveranstaltungen ist warme Kleidung wichtiger, als die meisten erwarten. Man steht dort oft stundenlang, ohne sich bewegen zu können.
Bauernmärkte, Flohmärkte und Kunsthandwerk
Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen.
Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring zählt zu den größten Straßenmärkten Europas und läuft von Montag bis Samstag. Der Charakter unterscheidet sich stark vom touristisch geprägten Naschmarkt.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Wann ist Ballsaison?
Von Jänner bis zum Faschingsdienstag. Neben den großen Bällen gibt es zahlreiche Vereins- und Zunftbälle, die deutlich günstiger sind.
Wie früh sollte man Tickets kaufen?
Bei großen Festivals lohnt der Frühverkauf, der oft kurz nach der laufenden Ausgabe startet. Bei kleineren Veranstaltungen genügt meist die Abendkassa.
Wann ist die dichteste Veranstaltungszeit?
Von Juli bis September. In diesen Monaten überschneiden sich Festspiele, Open Airs und die ersten Brauchtumstermine des Herbstes.
Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.